Gesund durch die Corona Krise [Teil 2] - 7 Tipps: Mit Stress & Angst umgehen (Psyche)

Aktualisiert: vor 7 Tagen

Glücklicherweise haben die wenigsten von uns schon einmal eine derartig allumfassende Ausnahmesituation wie die aktuelle Corona Krise erlebt. Und genau aus diesem Grund ist es absolut verständlich, dass Angst und Panik sich wie ein Lauffeuer verbreiten. Was bedeutet das alles für unser Leben, unseren Alltag, unsere Gesundheit und die Zukunft? Was müssen wir beachten? Was dürfen wir überhaupt noch und was dürfen wir nicht mehr tun?


Für die Großzahl der Menschen stellen Angst und Panik eine weit größere Gefahr für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit dar als ein Virus!

In dieser Corona Blog-Reihe erhältst du insgesamt 22 Tipps, gesund durch die Krise zu kommen und dich trotz der Turbulenzen wohlzufühlen. Wie? Indem du dich ganzheitlich um deine Bedürfnisse kümmerst und dich stärkst – jedes deiner drei Gehirne. (Wenn du mit deinen drei Gehirnen noch nicht vertraut bist, dann kannst du hier erfahren, was dahinter steckt.)


Im 1. Blog dieser Reihe lernst du, deinen Körper und dein Immunsystem zu stärken und im 3. Blog geht es um unsere Emotionen und Wege, unser Herz in diesen Zeiten zu unterstützen.

Nachdem wir uns im ersten Teil der Stärkung unserer körperlichen Gesundheit zugewendet haben, wollen wir uns nun unserem Kopf widmen. Was können wir tun, um unsere Psyche in diesen turbulenten Krisenzeiten zu unterstützen und gesund zu halten? Denn seien wir mal ehrlich: Unser Mindset ist in diesen Zeiten ausschlaggebender für unser Wohlbefinden als ausverkauftes Toilettenpapier...

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KOPF (Psyche)

Wie wir in diesen Zeiten einen kühlen Kopf bewahren


In diesen Zeiten voller Ungewissheit und Panik ist es besonders wichtig, auf unsere psychische Gesundheit zu achten. Stress ist bereits der Grund für bis zu 80 % aller Arztbesuche.

Bevor wir uns damit beschäftigen, wie wir unsere Psyche unterstützen können, ist es zunächst wichtig, die aktuelle Lage anzuerkennen – anstatt sie aus Angst davor, dass uns das überwältigen könnte, zu verleugnen oder zu ignorieren. Um nicht in eine Abwärtsspirale aus Angst und Panik herabgerissen zu werden, müssen wir einerseits angemessen auf die Situation reagieren und uns andererseits aktiv auf das Positive fokussieren, das wir in unserer Zukunft sehen wollen.

Sprich: Anerkennen der aktuellen Situation und aktive, selbstbestimmte Planung, wie es im eigenen Leben und global weitergehen soll.

Im Folgenden erhältst du 7 Tipps, psychisch und mental besser mit der aktuellen Lage umgehen zu können:


Suche nach den Möglichkeiten in jeder Situation

Auf den ersten Blick mag diese Krise eine Einschränkung und Behinderungen deines normalen Lebens sein. Aber egal wie schlimm etwas auch sein mag, in jeder Situation stecken Chancen, über die wir uns ohne einen Zusammenbruch des Altbekannten ggf. nicht bewusst geworden wären. Sprich: Selbst in erzwungenen Veränderungen verstecken sich Möglichkeiten, die wir vorher nicht gesehen haben und die wir nun in etwas Neues verwandeln können.

Vielleicht hast du durch diese erzwungenen Veränderungen jetzt z. B. Zeit für die Dinge, für die du sonst keine Zeit hattest. Oder du hast die Gelegenheit, einmal aus deinem Alltag auszubrechen und dein Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und dich tiefer mit dir, deinem Leben, deinen Wünschen und Zielen auseinanderzusetzen. So kannst du Klarheit erlagen, hast die Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren (z. B. ein Hobby, Rezept oder Bücher) oder etwas Neues zu lernen (z. B. eine Sprache, Jonglieren oder ein Instrument).

Stell dir Fragen wie: Welche Möglichkeiten stecken in dieser Situation? Was können wir aus dieser Situation lernen? Was habe ich erkannt, weil ich aus meinem Alltag herausgerissen wurde?

Hier bekommst du 25 weitere Fragen, dein Leben neu zu ordnen und herauszufinden, was du wirklich willst.


Positiv bleiben

Du kannst in jedem Moment entscheiden, worauf du deinen Fokus lenken möchtest. Konzentriere dich nicht auf die Dinge, die du gerade nicht mehr tun kannst, sondern auf das, was du jetzt tun kannst und vorher vielleiecht nicht tun konntest – z. B. Hobbies nachgehen, Malen, Singen, kreatives Arbeiten, Aufräumen und Aussortieren, längere Gespräche mit Freunden und Verwandten führen (wenn sie nicht in deiner Nähe sein können, dann telefonisch oder online).

Eine weitere hilfreiche Methode, nicht in Angst und Hoffnungslosigkeit zu versinken, sondern dich auf eine Zukunft zu fokussieren, die dich motiviert, ist die Erstellung eines Vision Boards. Hier erfährst du, wie dir ein Vision Board helfen kann, dir über deine Ziele klar zu werden und diese zu erreichen. Außerdem erhältst du einen kostenlosen Download zur Erstellung eines Vision Boards.


Wenn ich mal Zeit habe...

Wir haben so oft unzählige Punkte auf unserer To Do Liste, die wir wochen-, monate- oder manchmal sogar jahrelang mit uns herumschleppen, weil wir aus Zeitmangel niemals dazu kommen, sie abzuarbeiten. Jetzt, wo einige von uns gezwungenermaßen etwas mehr Zeit zu Hause verbringen, können wir eine Liste mit den Sachen erstellen, zu denen wir sonst immer sagen „das mache ich, wenn ich mal Zeit habe“. Denn jetzt ist die Zeit da – nutzen wir sie. Schreibe alle offenen Punkte auf, vergib Prioritäten und fange an, dich ihrer Schritt für Schritt anzunehmen.

Ggf. wird dir auch klar, dass du einige Punkte direkt von der Liste streichen kannst, weil du sie gar nicht mehr tun musst/möchtest.

Beachte, dass diese Liste nicht nur „nervige“ Punkte wie „Dokumente sortieren“ oder „unter dem Sofa saugen“ enthalten sollte, sondern auch Dinge, die du gerne tun möchtest, für die du dir normalerweise aber keine Zeit nimmst (z. B. Fotos in ein Album kleben, einen Brief an jemanden schreiben, Klamotten ausmisten).

Das befreiende Gefühl, das sich einstellt, wenn du die Punkte von dieser Liste abhaken kannst, wird den Stresspegel in deinem Körper immer weiter absenken – und gleichzeitig sorgst du dafür, dass dir nicht langweilig wird.


Das Positive der Isolation

Paradoxerweise zeigt uns der weltweite Zustand des „Abgeschottet-Seins“, wie verbunden wir alle miteinander sind. Dadurch sehen wir, dass wir niemals wirklich alleine sind und viel mehr Macht über den Zustand unseres Leben haben, als wir gedacht haben.

Was hat dir die Isolation gezeigt, das dir vorher nicht so bewusst war?


Erlaubnis zum „Abschalten“

Oft laufen wir in unserem Alltag von einem Termin und To Do zum nächsten, ohne uns die Zeit zu nehmen, durchzuatmen und in der Gegenwart anzukommen. Geschweige denn, aktiv zu entspannen. In dieser Ausnahmesituation kannst du bewusst die Entscheidung treffen, die To Dos To Dos sein zu lassen, zu relaxen und auch mal Nichts zu tun.

Du könntest die Zeit nutzen, deinen Lieblingsfilm anzuschauen (kleines Shout-out für meine frühere Arbeit und tollen Kollegen), ein Computerspiel zu spielen oder ein Buch zu lesen. Achtung: Es geht dabei nicht darum, tagelang passiv vor dem TV oder PC dahinzuvegetieren, sondern gezielt Sachen anzuschauen, die dir helfen, dich auf andere Gedanken zu bringen und dich besser zu fühlen.

Es handelt sich dabei um eine aktive Entscheidung, abzuschalten, anstatt sich sinnlos von Inhalten berieseln zu lassen, die deine Angst oder andere Sorgen noch verstärken und dich ggf. weiter in die Abwärtsspirale herabziehen könnten.


Anderen helfen

Besonders wenn wir uns hilflos fühlen, kann es sehr hilfreich sein, anderen Menschen zu helfen. Erstens können wir ihnen eine Freude machen, zweitens fühlen wir uns nicht nutzlos und drittens haben wir etwas zu tun.

Was kannst du im Rahmen der eingeschränkten Möglichkeiten tun, um anderen zu helfen? Z. B. Einkäufe erledigen, Telefonate führen, jemandem ein offenes Ohr für seine Sorgen schenken, bei der Hausarbeit helfen...


Die Verkörperung der Zukunft

In solchen Ausnahmesituationen können wir sehr viel über uns selbst und andere Menschen lernen. Wenn wir ängstlich und gestresst sind, denken wir ganz besonders an uns und unsere Sicherheit, da eine Stresssituation biologisch betrachtet bedeutet, dass unser Überleben auf dem Spiel steht. Dass ihr Überleben bedroht ist, ist in der aktuellen Lage tatsächlich ein Gedanke, den viele Menschen haben.

Überlege dir, wer du in so einer Zeit sein willst und wie du das ausdrücken kannst. Welche Werte sind dir am wichtigsten? Ist es nicht gerade jetzt besonders wichtig, diese zu leben?

Sobald du weißt, wer du sein möchtest, kannst du Wege suchen, diese „neue“, zukünftige Version deiner selbst zu verkörpern.

Diese 25 Fragen helfen dir dabei, herauszufinden, was du in deinem Leben wirklich willst.


Wenn du wissen willst, wie du deinen Körper durch diese Zeiten unterstützen kannst, dann lies hier weiter. Und wenn dich interessiert, wie du mit deinen Emotionen umgehen kannst und dein Herz unterstützen kannst, dann lies hier weiter.


Ein Erste Hilfe Kit für die Krise mit den wichtigsten Ressourcen auf einen Blick findest du hier.


Noch viele weitere Tipps, mit Stress umzugehen, findest du in meinem kostenlosen E-Book „Nahrung für Kopf, Herz & Bauch – 18 Tipps. Nimm dein Wohlbefinden in die eigenen Hände“. Melde dich zum Meine Bauchgefühle Newsletter an und lade es dir direkt herunter.

Die wichtigste Botschaft, die ich dir mitgeben möchte: Du bist nicht alleine! Auch wenn es so scheint, dass wir alle isoliert und „hilflos eingesperrt“ sind, wir sitzen alle im selben Boot. Trau dich, um Hilfe zu bitten, wenn dich die Situation überfordert! Trau dich, jemandem Hilfe anzubieten, der sie brauchen könnte und sich nicht traut, zu fragen.

Ich bin gerne bei allen Fragen für dich da! Wir schaffen das!

Lass dich von den vielen Tipps nicht überfordern. Suche dir 1-2 Punkte aus und nimm neue dazu, wenn du mehr willst oder brauchst.

Was sind deine besten Tipps, um in dieser Zeit gesund zu bleiben – sei es körperlich, psychisch oder emotional? Teile diese gerne unten mit uns in den Kommentaren.




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