Die zentrale, aber unbeachtete Rolle der Ernährung

Aktualisiert: 3. Dez 2019

... warum Essen uns heilen oder krank machen kann



Alles, was wir essen oder trinken, bringt uns entweder ein Stück näher zur Gesundheit oder Krankheit.


Essen beeinflusst uns nicht nur körperlich, sondern auch psychisch, mental und emotional. Das kann jeder bestätigen, der aufgrund von Hunger schon mal gereizt oder aggressiv reagiert hat, sich nicht mehr konzentrieren konnte, nur aus Frust oder Traurigkeit gegessen hat oder Heißhungerattacken hatte, die mit Willenskraft nicht in den Griff zu bekommen waren.


Nahrung ist Information für den Körper.


Die über die Nahrung aufgenommenen Nährstoffe bilden die Grundlage nahezu aller körperlichen Prozesse, sei es z. B. die Proteinsynthese, Verdauung, Gehirnaktivität oder der Stoffwechsel.


Oft fehlt jedoch das Wissen über die „richtige Ernährung“. Außerdem kursieren viele Mythen und unzählige, oft widersprüchliche Informationen zu diesem Thema. Da dies verwirrend und überfordernd sein kann, bleiben viele Leute bei der bequemen und gewohnten Art, ihren Körper zu ernähren, z. B. durch Fast Food, da es in unserer hektischen Zeit leichter und schneller zu sein scheint.


Die elementare Rolle, die unsere Ernährung spielt, ist bisher (noch) nicht in vollem Ausmaß ins Gesundheitswesen durchgedrungen. Aus Forschungsfeldern, wie der Nutrigenetik und Nutrigenomik lernen wir jedoch, dass die Ernährung unsere Gene beeinflusst – und umgekehrt – und damit einen enormen Einfluss auf unsere Gesundheit hat. [1]


Nahrung kann sowohl heilen als auch krank machen.


Falsche Ernährung ist an der Entstehung der meisten Krankheiten (ca. 80 %) [2] beteiligt und kann z. B. zu Adipositas/ Fettleibigkeit, Diabetes, Verdauungsproblemen, Krebs, Autoimmunkrankheiten und sogar Alzheimer (aka Diabetes Typ 3) führen. [3], [4]


Es ist wichtig zu erkennen, dass diese Krankheiten nicht auf einmal auftreten, oder plötzlich entstehen, wenn man ein gewisses Alter erreicht hat: Sie entwickeln sich über Jahre oder sogar Jahrzehnte, bevor sie „sichtbar“ werden.


Das Zusammenspiel diverser Ursachen und die Rolle der Ernährung bei der Entstehung von Krankheiten findet in der Schulmedizin bisher leider kaum Berücksichtigung. Zivilisationskrankheiten werden nur selten oder erst sehr spät mit falschen Ernährungsgewohnheiten in Zusammenhang gebracht.


Wir können Essen entweder als Feind oder unseren stärksten Verbündeten sehen... Da wir ohne Nahrung nicht überleben können plädiere ich für Letzteres.



Du bist, was du isst


Das bekannte Sprichwort „Du bist, was du isst“ beinhaltet eine große Wahrheit: Die Qualität der Nahrung, die wir zu uns nehmen, beeinflusst die Funktionsfähigkeit aller körperlichen Prozesse.


Entzündungshemmende, biologisch angebaute, frische und natürliche Nahrungsmittel stärken das Immunsystem, beschleunigen den Stoffwechsel, helfen Krankheiten vorzubeugen und unterstützen den Körper auf allen Ebenen.


Wer hingegen jahrelang entzündungsbildende, konventionell angebaute, industriell verarbeitete, nährstoffarme Nahrungsmittel und leere Kalorien konsumiert (z. B. Fast Food, raffinierter Zucker, Transfette), belastet und schädigt seinen Körper. Diese Ernährungsweise begünstigt die Entstehung diverser Zivilisationskrankheiten. Neben der falschen Ernährung spielen oft jedoch noch weitere Faktoren, wie z. B. Stress und Umweltbelastungen, bei deren Entstehung eine Rolle.


Sich gesund zu ernähren ist in der heutigen Gesellschaft jedoch fast ein revolutionärer Akt. Häufig wird dies belächelt oder missbilligt und oft ist mit starkem „Gegenwind“ zu rechnen. Nahezu überall werden wir mit ungesundem, minderwertigem Essen konfrontiert. So müssen wir sogar aufpassen, wo wir einkaufen, was wir kaufen und was die Sachen, die uns als „gesund“ verkauft werden, wirklich enthalten.



Essen ist auch nicht alles...


Es ist zwar absolut fundamental für die Gesundheit, sich gesund zu ernähren, aber Essen ist auch nicht alles...

  • Wir können dafür sorgen, dem Körper physiologisch alles zu geben, was er braucht (gesundes Essen, Bewegung, ausreichend Schlaf etc.), wenn wir jedoch unter ständigem Stress oder psychischen und emotionalen Lasten leiden, reicht das nicht aus, damit wir uns richtig wohl fühlen.

  • Genauso können wir alles daran setzen, psychisch und emotional gesund zu sein, wenn wir unseren Körper z. B. mit schädlichen Substanzen aus dem Essen, Trinken oder der Umwelt belasten, reicht das nicht aus, damit wir vital und fit sind.

Es geht also nicht nur um das, was wir essen, sondern auch um das, was uns innerlich auffrisst.


Wir sehen, dass es nicht reicht, sich nur bewusst zu ernähren. Wenn psychische und emotionale „Hürden“ im Weg stehen, müssen auch diese ganzheitlich angegangen werden, um vollkommen von der gesunden Ernährung profitieren zu können (s. Die Drei Gehirne).



„Es kommt darauf an, den Körper mit der Seele und die Seele durch den Körper zu heilen." – Oscar Wilde

Noch mehr Wissensdurst?

Lies' hier weiter: Wie Zivilisationskrankheiten die weltweite Gesundheit bedrohen... und wie wir sie vermeiden können


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Quellen:


[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4267719/

[2] https://gesundheitsberater.de/gesund-durch-richtige-ernaehrung/

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2769828/

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2515569/

Zuletzt abgerufen im Mai 2018

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